Eine der bedeutendsten Einnahmequellen Italiens ist der Tourismus. Zahlreiche Kulturdenkmäler, historisch bedeutende Städte und kilometerlange Küsten locken jedes Jahr Millionen Gäste. Eine sehr beliebte Urlaubsregion ist dabei der Gardasee. In der Gardaseeregion leben viele Menschen hauptsächlich vom Tourismus. Zahlreiche Hotels, Ferienhäuser, Campingplätze und Restaurants säumen die Ufer des Sees. Zwischen März und Oktober öffnen die Unterkünfte ihre Türen, die Hauptsaison ist im Juli und vor allem im August. In den Wintermonaten hingegen sind die meisten Hotels geschlossen, da zu es Touristen zu dieser Jahreszeit eher in die zahlreichen italienischen Skigebiete zieht. Surfer und Segler besuchen vorwiegend das Nordufer des Sees.
Die zwei Hauptwinde des Sees, Ora und Peler, wehen hier zusammen fast den ganzen Tag und bieten somit optimale Bedingungen für diese Sportler. Auch Mountainbiker zieht es eher in die bergige Nordregion des Sees. Für Familien und Badeurlauber ist hingegen eher das Südufer interessant. Der See ist hier deutlich breiter als im Norden und das Ufer fällt flacher aus. Dadurch sind Familien mit Kindern hier gute Bedingungen für einen Strandurlaub geboten. Auch Städtetouristen kommen im Süden auf ihre Kosten. Desenzano del Garda beispielsweise ist die größte Stadt am Gardasee und Sirmione bietet mit der Scaligerburg und den »Grotten des Catull« kulturelle Sehenswürdigkeiten. Ein weiteres Highlight des Südufers sind die Freizeitparks Canevaworld und Gardaland. Das Gardaland bei Peschiera del Garda ist der größte Vergnügungspark Italiens und bietet Besuchern auf über 50 ha zahlreiche Fahrgeschäfte und Shows. Das Canevaworld ist bekannt für den »Aqua Paradise Park«, den größten Wasserpark am Gardasee.
Urlaub am Gardasee
Land und Leute am Gardasee
Von den knapp 60 Millionen Einwohnern Italiens leben etwa 160.000 am Gardasee. Dazu kommen noch zahlreiche Menschen, die am See eine Zweit- oder Ferienwohnung besitzen. Die Bevölkerungsdichte ist jedoch sehr ungleichmäßig um den See verteilt. Das nördliche Ufer ist verhältnismäßig dünn besiedelt, wohingegen das flache Südufer recht dicht besiedelt ist.
Die Amtssprache am Gardasee ist natürlich Italienisch. Allerdings spricht die Bevölkerung zum Teil noch heute Dialekte galloitalischer und venetischer Herkunft, besonders in ländlicheren Gebieten. In den touristisch erschlossenen Gebieten, vor allem den Städten, spricht ein Großteil der Bevölkerung aber auch Englisch und vor allem Deutsch. Besonders im Trentino-Südtirol wird noch heute viel Deutsch gesprochen, da diese Region historisch eng mit der deutschen und österreichischen Geschichte verbunden ist.
Wie im Rest Italiens gehört die Mehrheit der Bevölkerung auch am Gardasee der römisch-katholischen Kirche an, obwohl es seit 1984 keine Staatsreligion mehr ist. Für Schüler ist demnach die Teilnahme am Religionsunterricht heute keine Pflicht. Dennoch ist die katholische Kirche in ganz Italien sehr einflussreich und nur eine Minderheit der Bevölkerung ist konfessionslos oder gehört einer anderen Religion an.
Aufgrund der hohen Religiosität finden rund um den Gardasee jedes Jahr zahlreiche Feierlichkeiten statt, unter anderem das Osterfest. Wie in ganz Italien wird dieses Fest besonders gefeiert und es finden Prozessionen statt. Auch Feste zu Schutzheiligen sind am See keine Seltenheit. Aber auch weltliche Feste kommen am Gardasee nicht zu kurz. Die Sommermonate bieten zahlreiche Konzerte, Festivals sowie Freilichtveranstaltungen. Im Herbst schließlich locken die Erntefeste zur Wein-, Oliven und Obsternte. Nicht nur Einheimische sind auf diesen Festen gern gesehen, auch Touristen sind jederzeit willkommen und können hier Land, Leute und vor allem Lebensart der Italiener hervorragend kennenlernen.
Tourismus am Gardasee
Eine der bedeutendsten Einnahmequellen Italiens ist der Tourismus. Zahlreiche Kulturdenkmäler, historisch bedeutende Städte und kilometerlange Küsten locken jedes Jahr Millionen Gäste. Eine sehr beliebte Urlaubsregion ist dabei der Gardasee.
In der Gardaseeregion leben viele Menschen hauptsächlich vom Tourismus. Zahlreiche Hotels, Ferienhäuser, Campingplätze und Restaurants säumen die Ufer des Sees. Zwischen März und Oktober öffnen die Unterkünfte ihre Türen, die Hauptsaison ist im Juli und vor allem im August. In den Wintermonaten hingegen sind die meisten Hotels geschlossen, da zu es Touristen zu dieser Jahreszeit eher in die zahlreichen italienischen Skigebiete zieht.
Surfer und Segler besuchen vorwiegend das Nordufer des Sees. Die zwei Hauptwinde des Sees, Ora und Peler, wehen hier zusammen fast den ganzen Tag und bieten somit optimale Bedingungen für diese Sportler. Auch Mountainbiker zieht es eher in die bergige Nordregion des Sees.
Für Familien und Badeurlauber ist hingegen eher das Südufer interessant. Der See ist hier deutlich breiter als im Norden und das Ufer fällt flacher aus. Dadurch sind Familien mit Kindern hier gute Bedingungen für einen Strandurlaub geboten.
Auch Städtetouristen kommen im Süden auf ihre Kosten. Desenzano del Garda beispielsweise ist die größte Stadt am Gardasee und Sirmione bietet mit der Scaligerburg und den »Grotten des Catull« kulturelle Sehenswürdigkeiten.
Ein weiteres Highlight des Südufers sind die Freizeitparks Canevaworld und Gardaland. Das Gardaland bei Peschiera del Garda ist der größte Vergnügungspark Italiens und bietet Besuchern auf über 50 ha zahlreiche Fahrgeschäfte und Shows. Das Canevaworld ist bekannt für den »Aqua Paradise Park«, den größten Wasserpark am Gardasee.
Infrastruktur am Gardasee
Aufgrund der hohen touristischen Bedeutung des Gardasees ist die Infrastruktur hervorragend ausgebaut. So ist das Straßennetz rund um den See in gut ausgebautem Zustand. Hinzu kommen Flugverbindungen, Fährschiffe sowie Züge, die das Verkehrsangebot um den See vervollständigen.
Die Uferstraßen rund um den Gardasee bezeichnet man häufig als Gardesana. Dabei kann man die Gardesana Occidentale am Westufer und die Gardesana Orientale am Ostufer unterscheiden. Letztere verbindet die Orte Riva del Garda und Peschiera del Garda, während die westliche Uferstraße Riva del Garda und Salò verbindet. Die Straßen führen an Oliven- und Zitronenhainen vorbei, was die Fahrt um den See abwechslungsreich und interessant macht. Der südwestliche Teil des Sees wird von der Gardesana nicht erreicht und wird durch andere Staatsstraßen erschlossen.
Die Autobahnanbindung des Sees erfolgt über die zwei Autobahnen A4 und A22. Die A4, auch Serenissima genannt, verläuft im Süden des Sees in ost-westlicher Richtung. Die A22, Autobrennero genannt, verläuft im Osten des Sees zwischen dem Brenner und Modena.
Die Eisenbahnstrecke zwischen Verona und Mailand bietet Bahnreisenden ebenfalls die Möglichkeit, den Gardasee zu erreichen. Bahnhöfe befinden sich in Peschiera und Desenzano.
Zwei Flughäfen, der Flughafen Verona und der Flughafen Brescia-Montichiari, befinden sich ebenfalls in der Nähe des Sees. Allerdings müssen Flugreisende noch andere Verkehrsmittel in Anspruch nehmen, um den See zu erreichen.
Eine weitere Verkehrsanbindung bieten die Häfen im Gardasee. Von hier aus kann man mit dem Auto über den See setzen, statt eine längere Autofahrt um den See herum in Kauf zu nehmen. So kommt man relativ schnell von einem Ufer zum anderen.
Essen und Trinken am Gardasee
Pizza und Pasta sind die typischen italienischen Gerichte. Doch die italienische Küche hat noch viel mehr zu bieten und ist stark geprägt von regionalen Besonderheiten und Einflüssen. Die geographische Lage spielt bei den verwendeten Zutaten und Zubereitungsarten eine wichtige Rolle. Diese regionale Prägung macht sich auch am Gardasee bemerkbar.
Der Gardasee liegt in den drei Regionen Lombardei im Westen, Trentino-Südtirol im Norden sowie Venetien im Osten. Demnach ist die Küche rund um den Gardasee auch von den Regionalküchen dieser drei Regionen geprägt.
Besonders auffällig ist die Küche der Region Trentino-Südtirol. Sie weist noch heute viele Gemeinsamkeiten mit der Österreichischen Küche auf, die gemeinsame Zeit im Heiligen Römische n Reich und im Kaiserreich Österreich ist deutlich zu spüren. So sind hier vor allem Knödelgerichte sehr typisch, beispielsweise Speck- oder Käseknödel. Auch Weißkohl und Schweinefleisch sind aus der Küche dieser Region nicht wegzudenken. Die meisten Gerichte sind sehr deftig und besonders bei Herbsturlaubern beliebt.
Einen großen Stellenwert in allen regionalen Küchen des Gardasees haben regionale Produkte. Obst, Gemüse, Oliven und Wein stammen meist aus dem Seegebiet. Der frische Fisch, der in der Küche sehr wichtig ist, wird oft im Gardasee selbst gefangen. Typische Seefische wie Forelle, Karpfen, Aal oder Sardinen werden am Gardasee gerne serviert.
Besondere Tradition hat darüber hinaus der Weinanbau. Das milde Klima rund um den See und die vielen Sonnenstunden begünstigen den Weinanbau. Der bekannteste Wein des Gardaseegebietes ist der Bardolino, ein Rotwein aus der Region Venetien.
Kultur am Gardasee
Früher war der Gardasee ein sehr armes Gebiet in Italien. Die Bauern mussten täglich um ihr Überleben kämpfen, züchteten Maulbeeren und Seidenraupen. Doch Künstler wurden schon von jeher an den größten See Italiens gezogen. Seitdem ist der Gardasee kulturell stark geprägt und ein Besuch lohnenswert.
Besonders Schriftsteller fühlten sich von der malerischen Umgebung, den Sehenswürdigkeiten und der Natur angezogen. So besuchte schon Johann Wolfgang von Goethe 1768 den See, um der Malerei nachzugehen. Auch Franz Kafka, Friedrich Nietzsche oder Thomas Mann besuchten den Gardasee, um sich inspirieren zu lassen.
Das kulturelle Angebot rund um den See ist breit und bietet für jeden Geschmack etwas. Heutige Besucher zieht es vor allem zu den zahlreichen Kirchen und Burgen. Die Burgen stammen aus der Zeit der Scaliger, einer Herrscherfamilie in Verona. Sie herrschten zwar nur etwa 130 Jahre lang, konnten in dieser Zeit aber zahlreiche Burgen und Städte befestigen. Einige dieser Burgen sind noch heute erhalten und lohnen jederzeit einen Besuch. Die Schlösser, die sich ebenfalls um den ganzen See verteilen, zeugen vom Interesse verschiedenster Mächte wie Römer oder Germanen am Seengebiet und zählen heute zu den Hauptsehenswürdigkeiten.
Neben diesen Sehenswürdigkeiten bieten aber auch die Städte selbst dem Besucher eine tolle Atmosphäre. Aus Platzmangel sind Neubauten und große Hotelkomplexe am Gardasee sehr selten. Vielmehr findet der Urlauber kleine Altstädte mit traditioneller Architektur und familiär anmutende Hotels und Ferienwohnungen.
Die Natur des Gardasees
Der Gardasee ist mit einer Fläche von fast 370 km² der größte See Italiens. Der See hat eine Länge von knapp 50 km und eine Breite von 17 km, ist maximal 346 m tief, die mittlere Tiefe beträgt 136 m.
Der Gardasee liegt zwischen den Alpen und der Poebene in Oberitalien und in den drei italienischen Regionen Trentino-Südtirol, Lombardei und Venetien. Im Norden des Sees befinden sich noch Zweitausender-Berge, der Süden hingegen befindet sich bereits in der Ebene. Gespeist wird der See hauptsächlich durch den Fluss Sarca, der am Nordende in den See fließt. Im Süden verlässt der Fluss Mincio den See und fließt später in den Po.
Mit sub-mediterranem Klima sind die Sommer am Gardasee meist sehr heiß, die Winter mild und niederschlagsarm. Bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 14°C kann die mediterrane Flora gut gedeihen. Um den ganzen See herum wachsen typische mediterrane Bäume wie Oleander, Olivenbäume, Zedern, Zypressen und Palmen. Diese Pflanzen prägen das Bild des Gardasees entscheidend. Berühmtheit hat der Gardasee auch durch seine zahlreichen Orangerien gewonnen, die in früheren Zeiten Zitronen und Orangen anbauten. Heute hingegen werden nur noch wenige davon bewirtschaftet.
Das Klima des Gardasees ist weiterhin besonders durch seine Winde geprägt. Der Südwind Ora und der Nordwind Peler machen den Gardasee bei Seglern und Surfern sehr beliebt, da beide Winde zusammen fast den ganzen Tag wehen.
